Es ist Zeit Ihren Browser upzudaten!

Ihre Browserversion ist zu alt und wird von dieser Webseite nicht unterstützt. Es kann deshalb zu fehlerhaften Darstellungen von Inhalten kommen.

Darum sollten Sie updaten:
  • Webseiten laden schneller
  • Webseiten werden korrekt und schöner angezeigt
  • Sie surfen sicherer und sind besser gegen Phishing-Angriffe geschützt
Schließen


Besuchen Sie uns

Ein Angebot vom BDST
  • Bund
  • Teure Imagepflege

Werbekampagnen für umstrittenes Gesetz

Familienministerium gibt rund 1,4 Mio. Euro für Kampagnen zum „Gute-KiTa-Gesetz“

Was ist passiert

Werbekampagnen für umstrittenes Gesetz

„Gute-KiTa-Gesetz“ hat die große Koalition das „Gesetz zur Weiterentwicklung der Qualität und zur Teilhabe in der Kindertagesbetreuung“ ganz offiziell getauft. Werbetexter hätten den Titel nicht besser wählen können! Denn offenbar soll mit diesem vollmundigen Namen klargemacht werden: Die Koalitionäre tun nicht nur Gutes, sondern sie tun Gutes für Kinder. Doch damit endet die PR für das bereits verabschiedete Gesetzt nicht. Es wird auch noch teuer – für alle: Denn für rund 1,4 Millionen Euro sollen die vermeintlichen Segnungen des „Gute-KiTa-Gesetzes“ nun in den Bundesländern in mehreren Kampagnen beworben werden.

Im Einzelnen: Bereits bis Mitte Juni 2019 wurden Werbemaßnahmen für rund 128.500 Euro umgesetzt. Insgesamt will das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) rund 1,4 Millionen Euro für die Informationskampagne ausgeben. Auf Anfrage des BdSt teilt ein Sprecher des Ministeriums mit, dass für „Schaltmaßnahmen“ insgesamt 1.267.000 Euro veranschlagt sind. Betreut wird die Umsetzung der Maßnahmen von einer Agentur. Die Kosten dafür belaufen sich auf 94.659 Euro. Zusammen sind dies demnach 1.361.659 Euro. Die Image-Kampagnen werden sich über einen längeren Zeitraum hinziehen und in den Bundesländern gestaffelt laufen.

Hintergrund ist, dass der Bundestag mit dem Gesetz beschlossen hat, in den kommenden Jahren rund 5,5 Milliarden Euro zur Unterstützung und Förderung der Kindertagesbetreuung in den Bundesländern zur Verfügung zu stellen. Dafür schließt der Bund nun nach und nach entsprechende Verträge mit den Ländern. Anschließend laufen die Kampagnen. „Eltern, pädagogische Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege sowie Vertreterinnen und Vertreter freier und öffentlicher Träger der Kindertagesbetreuung“ werden durch „Kommunikationsmaßnahmen“ informiert, wie uns das Familienministerium mitteilt. Mittel der Wahl zur Information sind „Anzeigen in regionalen Tageszeitungen, regionale Plakatierungen sowie Online-Aktivitäten“ – also klassische Ausspielwege der Werbeagenturen.

Übrigens: Bereits im Vorfeld des Beschlusses hatte das geplante Gesetz für Aufmerksamkeit gesorgt. Trotz prinzipieller Unterstützung für seine Zielsetzung stieß es bei Experten auf Kritik und Zweifel. Das wurde nicht zuletzt durch eine Anhörung im Deutschen Bundestag deutlich.

Foto: Philipp Behm

Der Bund der Steuerzahler meint

Es überrascht, dass gesetzliche Beschlüsse, die bereits im Deutschen Bundestag und in den Medien breit diskutiert wurden, dermaßen beworben werden. Millionenschwere PR-Kampagnen in eigener Sache sollte die Bundesregierung sich – und damit vor allem den Steuerzahlern – künftig ersparen.

Fragen an den Autor

Autor des Artikels

Philipp Behm

E-Mail schreiben
Sag uns deine Meinung

Teil uns mit, was du denkst!

Kommentare (0)

Keine Kommentare gefunden!

Neuen Kommentar schreiben

Die mit dem (*) gekennzeichneten Felder sind Pflichtfelder und müssen ausgefüllt werden. Der Kommentar erscheint unter Angabe Ihres Namens auf unserer Internetseite, die E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.