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Fast 47 Millionen Euro mehr für Bundestagsbüros

Beim Erweiterungsbau des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses explodieren die Kosten.

Was ist passiert

Fast 47 Millionen Euro mehr für Bundestagsbüros

Die Erweiterung der Gebäude des Deutschen Bundestages wird wegen eines Schadens an der Bodenplatte des Marie- Elisabeth-Lüders-Hauses deutlich teurer als geplant. Statt wie geplant 2014 verzögert sich die Fertigstellung bis weit in die 19. Legislaturperiode, wodurch zusätzliche Kosten für Ersatzbüros entstehen.

Bund. Im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus im Regierungsviertel Berlin-Mitte ist ein Teil der Abgeordnetenbüros und der Sitzungssäle des Deutschen Bundestags untergebracht. Da dem Bau seinerzeit noch alte Gebäude im Weg standen, konnte im Jahr 2003 nur ein Teil des Architektenentwurfs realisiert werden. Nachdem das Hindernis beseitigt werden konnte, wird seit 2010 an der Vervollständigung des Gebäudes gearbeitet.

Aktuell bewegt sich auf der Baustelle jedoch nichts. Der Grund hierfür ist eine undichte Bodenplatte, durch die Feuchtigkeit eindringt und die noch vor Fertigstellung eine Sanierung des Gebäudes erforderlich macht. Derzeit läuft ein Beweissicherungsverfahren, durch das festgestellt werden soll, wer für den Pfusch am Bau verantwortlich ist: War es mangelnde Kontrolle oder mangelhafte Ausführung?

Dadurch verzögert sich die Fertigstellung des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses immer weiter. Während die Eröffnung ursprünglich für 2014 vorgesehen war, lautet die Devise heute nur noch: in der nächsten Legislaturperiode. Die erwarteten Baukosten sind bereits von ursprünglich 190 auf 223 Millionen Euro gestiegen. Hinzu kommen Kosten für Büros, die deshalb angemietet werden müssen. Über den gesamten Zeitraum belaufen sich die Kosten hierfür auf 13,6 Millionen Euro. Insgesamt kommen somit Mehrkosten von 46,6 Millionen Euro für den Erweiterungsbau zusammen.

Irgendwann wird sicherlich auch dieses Projekt mit der Vollendung des Stephan-Braunfels-Entwurfs abgeschlossen sein. Der grobe Zeitplan dafür scheint jedoch ambitioniert, da die Sanierung der Boden platte – laut Ausschreibung – erst Ende 2018 abgeschlossen sein wird. Wie sich das auf die weitere Kostenentwicklung auswirkt, bleibt abzuwarten. Zu großer Optimismus ist bei Großbauten in Berlin sowieso nicht ratsam. 

 

Foto: Sebastian Panknin

Der Bund der Steuerzahler meint

Fehler können passieren. Doch in einer so späten Bauphase eine mangelhafte Bodenplatte zu entdecken, lässt an der Bauaufsicht zweifeln. Die Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden.

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Autor des Artikel

Daniel Junker

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