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Tierisch teure Zaun-Posse in Eimsbüttel

Auf- und Abbau eines Zauns für über 23.000 Euro

Was ist passiert

Tierisch teure Zaun-Posse in Eimsbüttel

Hamburg. Nicht nur 1,8  Mio. Menschen leben in Hamburg, sondern auch schätzungsweise 80.000  Hunde. Und da diese Lassies und Bellos der Elbmetropole ihren täglichen Auslauf benötigen, stehen – über die Stadt verteilt – Hundeauslaufflächen zur Verfügung. So auch an der Eduardstraße in Hamburg-Eimsbüttel. Da es vor Ort aber immer wieder zu unschönen Aufeinandertreffen zwischen dem „besten Freund des Menschen“ und Radfahrern kam, bat die lokale Politik das Bezirksamt 2015 darum, die Hundeauslauffläche zumindest zum angrenzenden Radweg hin abzuschirmen. Dem kam die Verwaltung im Jahr 2016 durch den Aufbau eines Geländers nach.

Anscheinend rechnete aber niemand mit den Fähigkeiten der Vierbeiner. Zum einen hatte das Geländer nur eine Höhe von 50  cm und stellte somit für jeden nicht übergewichtigen Hund kein ernstzunehmendes Hindernis dar. Zum anderen konnten die Hunde jene Metallkonstruktion, da sie die Auslauffläche nur zu einer Seite hin abgrenzte, einfach umlaufen. Und so hieß es ganz offiziell: „Es hat sich gezeigt, dass die realisierte Lösung Hunde nicht daran hindert, auf den Radweg zu laufen.“ Kosten für diese halbherzige Lösung: 9.000  Euro!

Aus der Erkenntnis heraus, dass ein Geländer an dieser Stelle wohl keine Abhilfe schafft, wurde das Bezirksamt als nächstes darum gebeten, nun die ganze Auslauffläche zu umzäunen. 2017 wurde auf Veranlassung der Verwaltung ein rund 120  cm hoher Metallzaun installiert. Kosten: 10.733,35  Euro!

Wer jedoch dachte, dass nun alle Beteiligten glücklich sind, sah sich bald eines Besseren belehrt. 2018 stellte die Lokalpolitik nämlich fest, dass die Umzäunung der gesamten Auslauffläche zwar die beabsichtigten Effekte bringt – aber jetzt würden sich vermehrt Hunde unbeaufsichtigt auf der Freilauffläche aufhalten. Da „davon auszugehen ist, dass einige Hundehalter ihrer Aufsichtspflicht bei einer nicht vollständig umzäunten Freilauffläche gewissenhafter nachkommen“, wurde das Bezirksamt von der Politik gebeten, einige Zaunelemente wieder zu entfernen. Auch diesem Wunsch kam die Verwaltung nach. Kosten: 3.500  Euro!

Bislang wurden insgesamt 23.233,35  Euro für einen Zaun ausgegeben, der die Hunde nicht daran hindert, die Auslauffläche zu verlassen. Im Übrigen gibt es mittlerweile von einigen Hundebesitzern Bestrebungen, den Zaun wieder schließen zu lassen …

Foto: Tim Sundermann

Der Bund der Steuerzahler meint

Insbesondere beim Aufbau des Geländers wurden Steuergelder unnötig verschwendet. Auch ist noch nicht absehbar, ob es bei der aktuellen Lösung, dem offenen Zaun, bleibt. Was in jedem Fall bleibt: eine teure Zaun-Posse.

Alternative Investitionen

Für 23.233,35 Euro hätte die Stadt 1.800 Packungen à 1.000 Hundekotbeutel verteilen können.

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Autor des Artikels

Christoph Metzner

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Kommentare (3)

  • Alexander Singer
    Alexander Singer
    am 06.11.2018
    Polemik: wie sollen die Hundekotbeutel ein Zusammentreffen der Radfahrer mit den Hunden verhindern. Bitte um Aufklärung. Danke
    • Christoph Metzner
      Christoph Metzner
      am 07.11.2018
      Sehr geehrter Herr Singer,

      da gebe ich Ihnen Recht. Hundekotbeutel verhindern kein Zusammentreffen zwischen Radfahrern und Hunden. Allerdings tut das der aufgebaute Zaun, für den bislang über 23.000 Euro ausgegeben wurden, ja auch nicht...

      An dieser Stelle wollten wir lediglich darauf hinweisen, was man mit diesem Geld sinnvolleres hätte machen können.

      Viele Grüße

      Christoph Metzner
  • Wolfgang Petri
    Wolfgang Petri
    am 09.11.2018
    Na klar, Hundekotbeutel sind sehr wichtig. Sie dienen dem einvernehmlichen Miteinander von Hundebesitzern und deren "kotenden Kötern", sowie Bürgern, die keine "...." am Fuss haben wollen. Der Zaun ist wirklich eine Posse. Da hätte man ein wenig mehr "Grips" vor der Massnahme investieren sollen. Solange aber der Bürger zahlt, wird stümperhaft agiert. Ein 40 Jahre alter Schülerspruch stimmt da immer noch: "Operative Hektik ersetzt geistige Windstille."

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