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Füchse sind „schlauer“ als Vogelschützer

Auch mit Maßnahmen für rund 880.000 Euro lassen sich Füchse nicht von den Vogelschutzgebieten auf den Halligen fernhalten

Was ist passiert

Füchse sind „schlauer“ als Vogelschützer

Hallig Oland. Seit 1925 sind die Halligen Oland und Langeness im schleswig-holsteinischen Wattenmeer über einen Loren-Damm mit dem Festland verbunden. Als dieser 2006 bis 2009 wegen des gestiegenen Meeresspiegels erhöht und verbreitert werden sollte, befürchteten Naturschützer ein vermehrtes Eindringen in die Vogelschutzgebiete auf den Halligen von Füchsen, Marderhunden und anderen Landräubern.

Für den Bruterfolg der geschützten Vögel ist neben einem guten Nahrungsangebot auch entscheidend, dass es dort keine Landraubtiere gibt. Deshalb wurden im Planfeststellungsbeschluss spezielle Maßnahmen zum Schutz vor Füchsen festgelegt. So wurden seit 2009 in einem Abschnitt die Lorengleise auf Stelzen gesetzt und dazwischen Gitterroste installiert. Außerdem wurde ein Wasserlauf mehrfach ausgebaggert und eine Schwimmleine installiert, die das Durchschwimmen dieser Tiere verhindern soll. Seit 2013 kamen feste Betonröhrenfallen am Damm und mehrere mobile Holzkastenfallen hinzu. Neben Treibjagden auf den Halligen wurden auch die Jäger im umliegenden Festlandsbereich für die Fuchsjagd motiviert. Hinzu kamen Vergrämungsmaßnahmen durch Flatterbänder, Schall- und Ultraschallwarner.

Für diese Maßnahmen wandte der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein, wie er gegenüber dem Bund der Steuerzahler angibt, rund 650.000  Euro auf. Da die Erfolge durch Biologen überprüft werden sollten, wurden hierfür noch einmal rund 230.000  Euro ausgegeben.

Die Verantwortlichen glauben an den Erfolg der Maßnahmen. Aber ist das wirklich so? Zumindest hat sich die Zahl der Raubtiere auf den Halligen nicht vergrößert und man hofft, dass Füchse keine „Ortskenntnisse“ über die einfache Beute in den Vogelbrutgebieten haben. Doch so ganz lässt sich der „schlaue“ Fuchs von den Vogelschützern nicht vertreiben: Spuren belegen, dass sich auch 2018 wieder dieses Tier tagelang im Brutgebiet aufgehalten hat.

Foto: unsplash

Der Bund der Steuerzahler kritisiert

Wir kritisieren die hohen Kosten der Maßnahmen bei einem zweifelhaften Erfolg. Mit regelmäßiger Bejagung könnten ähnliche Ergebnisse mit geringerem Aufwand erzielt werden.

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Autor des Artikels

Rainer Kersten

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Kommentare (15)

  • Lukas Kurz
    Lukas Kurz
    am 07.11.2018
    Sehr geehrter Herr Kersten,

    was wäre denn Ihrer Meinung nach, die Richtige Maßnahme um den Fuchs am Eindringen in dieses hochsensieble Gebiet zu hindern und was wäre Ihrer Meinung nach der richtige Betrag für diese Schutzmaßnahmen?

    Mit freundlichen Grüßen
    Lukas Kurz
  • Rainer Kersten
    Rainer Kersten
    am 08.11.2018
    Sehr geehrter Herr Kurz,

    eine konsequente Bejagung (auch mit Fallen) durch den örtlich zuständigen Jagdausübungsberechtigten wäre sicherlich kostengünstiger und ähnlich erfolgreich.

    Mit freundlichen Grüßen
    Rainer Kersten
    • Dorothea Keuter
      Dorothea Keuter
      am 10.11.2018
      konsequente Bejagung? Schlimm, ganz ganz schlimm. Mehr fällt Ihnen nicht ein, traurig. Ich zahle meine Steuern sehr gerne für dieses Projekt. Und schonmal dran gedacht, dass eine stärkere Bejagung eine viel höhere Geburtenrate hervorrufen würde? Das verstehen die Jäger ja auch nicht, und Sie haben sich da wohl leider auch nicht schlau gemacht. Traurig, wirklich. Ich schütze die Füchse, wo ich nur kann. Und das klappt wunderbar - im Einklang mit der Natur und allen anderen Lebewesen. Das nennt man nämlich natürliches Gleichgewicht!!! Setzen Sie sich doch bitte für wirklich wichtige Dinge ein (Glyphosat ist z.B. viel schlimmer als der Fuchs, ja wirklich.... )
  • Necla von Gartzen
    Necla von Gartzen
    am 08.11.2018
    Sehr geehrter Herr Kersten,

    die Antwort von Ihnen ist mehr als widersprüchlich. Sie zählen alle Maßnahmen inkl. der Bejagung auf und fordern noch mehr Bejagung? Solange die Vögel keine Nahrung finden, dank der durch uns Menschen verursachten Umwelteinflüsse und der Klimaveränderung, ist die Jagd nichts anderes als reine Symptombehandlung. Wir müssen endlich lernen im Einklang mit der Natur zu leben und nicht gegen sie. Füchse sind uns Menschen mehr nützlich als schädlich. Luxemburg hat seit über 3 Jahren eine ganzjährige Schonzeit für Füchse eingeführt, die aller Erwartungen zum Trotz das bestätigt, was viele Experten wie u.a. Herr Prof. Reichholf schon vor Jahren erforscht haben: Die Jagd reguliert nicht! Übrigens hatte der Bund der Steuerzahler in Hessen vor 3 Jahren die Jagd auf Staatskosten von Ministerpräsident Bouffier so stark kritisiert, dass sie seit dem nicht mehr stattfindet und jetzt das? Daher passt Ihre Kritik und der Forderung nach noch mehr Bejagung nicht so ganz und die Öffentlichkeit wird dies sicherlich interessieren.
  • Tobias Schneider
    Tobias Schneider
    am 09.11.2018
    Warum meinen wir eigentlich immer zu wissen, was für die Natur gut und richtig ist? Wann lernen wir endlich, das wir durch jede Maßnahme die Natur nicht schützen, sondern nur verändern. Den einzigen Schutz, den unsere Natur braucht ist vor uns Menschen.
  • Anne-Katrin Korth
    Anne-Katrin Korth
    am 09.11.2018
    Je stärker die Füchse bejagt werden, desto mehr Nachwuchs zeugen sie. Schuld am Rückgang der Vögel, sind wohl auch eher die Pestizide und die Zersiedlung der Umwelt.
    • Cord
      Cord
      am 13.11.2018
      Anne Kathrin Koch - sie haben aber einige Denkfehler in ihrer Aussage !
      1. ist die Vermehrung stark von der verfügbaren Nahrung abhängig !
      2 . Selbst wenn durch eine bejagung die Fähe mehr Welpen bekommt - trotzdem sinkt der Bestand an Füchsen , da weniger Fähen Welpen bekommen!
      Ziel der fuchsbejagung sollte es sein, den Bestand um 70% zu reduzieren!
      Dadurch vermeidet man, das der Fuchs Krankheiten wie Staupe und Räude bekommt ( welches im übrigen für Fuchs , aber auch für Hund und Katze sehr schmerzvoll ist und in einem elendigen Tod endet) !
      Wer Raubwild nicht bejagd , nimmt das Leid der Tiere billigend in Kauf ,elendig an einer Krankheit zu verrecken!

      Sprich : Raubwild nicht zu bejagen ist gut gemeint , endet aber in einer elendigen quälerei fürs wild !
  • Frank D.
    Frank D.
    am 09.11.2018
    Werte Damen und Herren,
    ich bin erstaunt, dass Sie als Gegenmaßnahme zu Verlusten in isolierten Vogelpopulationen die Bejagung der Fressfeinde dieser Vögel empfehlen.
    Will denn niemand verstehen, dass Tierreservate, egal für welche Spezies, nur mit immensem Aufwand und ethisch höchst fragwürdigen Methoden erhalten werden können, wenn diese territorial zu klein gestaltet werden, so dass sich dann kein ökologisches Gleichgewicht ausbilden kann.
    Was soll diese Vorgehensweise, wenn gleichzeitig der Verbrauch an Naturflächen nicht reguliert wird, so dass ein Tierreservat nach dem anderen "nötig" wird.
    Wer will diese Kette der Verschwendung?
    Wer will die tierquälerische, unethische Bejagung von Beutegreifern, die auf die Dezimierung mit einer Steigerung der Reproduktionsrate reagieren?
    Die Lobby der Hobbyjäger.
    Sie auch?

    Mit freundlichen Grüßen, Frank D.
    • Rainer Kersten
      Rainer Kersten
      am 12.11.2018
      Sehr geehrter Herr D.,
      wenn ich Sie richtig verstehe, plädieren Sie dafür, den Fuchs nicht von der Hallig fernzuhalten, sondern die weitere Entwicklung der Natur zu überlassen.
      Diese Position sollten Sie mit dem Umweltministerium und den Naturschutzverbänden diskutieren, die uns immer erklärt haben, dass Landraubtiere die größte Gefahr für die Vogelpopulation darstellen. Wir können das fachlich nicht beurteilen.

      Mit freundlichen Grüßen
      Rainer Kersten
  • Rainer Kersten
    Rainer Kersten
    am 09.11.2018
    Sehr geehrte Frau von Gartzen,

    bislang sind wir davon ausgegangen, dass sich alle Natur- und Vogelschützer darüber einig sind, dass die Hallig fuchsfrei bleiben muss. Uns geht es darum, dafür den wirtschaftlichsten Weg zu finden. Bauliche Maßnahmen sind sehr teuer und letztlich erfolglos geblieben. Darum ist eine konsequente Bejagung (natürlich nur auf der Hallig und dem Loren-Damm!) die beste Lösung. Zur Jagd auf dem Festland haben wir uns gar nicht geäußert.

    Mit freundlichen Grüßen
    Rainer Kersten
  • Gabriele Etgeton
    Gabriele Etgeton
    am 09.11.2018
    Ich bin sehr enttäuscht darüber, dass den Menschen immer nur das abschießen in den Kopf kommt. Mich interessiert auch wieviel Rattengift und mäusegift dann dort gebraucht wird anstatt es auf natürliche Weise zu regeln. Die Vögel sind hochgradig durch Plastik gefährdet. Ob die Füchse eine so große Gefahr wären bliebe abzuwarten. Im übrigen rottet sich ein Tier nie seine nahrungsquelle komplett aus. Das macht nur der Mensch
  • Angelika Baur-Busch
    Angelika Baur-Busch
    am 09.11.2018
    Solange der Mensch die Natur in Ruhe lässt reguliert sich alles von selbst. Erst wenn der Mensch meint sich einmischen zu müssen sind alle Tiere bedroht.
  • Lea Dellere
    Lea Dellere
    am 09.11.2018
    In Luxemburg wird der Fuchs seit 3 Jahren nicht mehr bejagt, den Bodenbrütern geht es gut. Ihnen ist sicher auch bekannt, dass die Hauptbeute von Füchsen Mäuse sind?
  • Petra
    Petra
    am 10.11.2018
    Hallo.
    Wieder einmal muss ich mit befremden feststellen, dass es hier nur wieder ums töten geht. Eine Spezies für eine andere. Dabei werden bekannte wissenschaftliche Studien völlig ignoriert. Ich bin sicher, dass man mit vernünftigen Maßnahmen sehr effizient die Füchse fernhalten kann, ohne sie umbringen zu müssen. Was ist mit den anderen Beutegreifern? Töten Sie auch Igel, Katzen und Greife? Der Mensch hat nichts verstanden. Sie kaufen weiter Plastik, vergiften weiter die Natur und schuld daran ist ein Tier? Der Fuchs? Nein!!
    Mich bringt diese Selbstgefälligkeit der Hobbyjäger echt zum würgen! Alles muss abgeschossen werden, alle Tiere sind hier falsch und dort falsch..und überhaupt, wir haben zu viel Wild und den Wolf wollen wir schon gar nicht. Merkt Ihr eigentlich selbst noch was?
  • Hans-Ulrich Rösner
    Hans-Ulrich Rösner
    am 11.11.2018
    Der WWF hat sich zu dem Thema ausführlich geäußert (https://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/WWF-Halligstudie.pdf): Insel und Halligen dürfen nicht mit Dämmen mit dem Festland verbunden werden, wenn man die Küstenvögel dort nicht extrem gefährden möchte. Dort wo es diese Dämme dennoch gibt, muss deren Querung z.B. für Füchse so schwer wie möglich gemacht werden, denn Bejagung allein wird nicht ausreichen, um die Halligen fuchsfrei zu halten.

    Mit freundlichen Grüßen, Hans-Ulrich Rösner

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