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Schilda-Schilder im Vogelsberg

An einer Straße in Kirtorf wurden Schilder erst auf-, dann ab- und wieder aufgebaut

Was ist passiert

Schilda-Schilder im Vogelsberg

Im Norden des Vogelsbergkreises, wo sich sprichwörtlich Fuchs und Hase gute Nacht sagen, liegt der Reiterhof Dammesmühle und der Dammeshof. Sie gehören, obwohl von der Gemeinde Antrifttal umringt, zum Gebiet der Stadt Kirtorf, sind also eine „Beinahe-Exklave“. Um Nutzer der durch das Territorium führenden Kreisstraße 64 auf diese Sonderrolle aufmerksam zu machen, entschied Kirtorf zwei Hinweisschilder an der Strecke aufzustellen. Darauf ist neben der Ortsbezeichnung auch das Wappen Kirtorfs abgebildet.

Doch dieser Alleingang gefiel der zuständigen Landesbehörde Hessen Mobil überhaupt nicht. Die Beamten, die für Straßen- und Verkehrsmanagement in Hessen verantwortlich sind, ließen die Schilder ohne Rücksprache mit der Stadt wieder abbauen. Zur Begründung führte man an, dass weder ein entsprechender Antrag noch eine durch Hessen Mobil erteilte Zustimmung bzw. Genehmigung vorhanden gewesen seien. Weil die aufgestellte Beschilderung als Werbeanlage bzw. Anlage der Außenwerbung zu werten sei, dürften diese nur mit einem Abstand von mindestens 20 Metern zum Fahrbahnrand errichtet werden. Ansonsten könnten Autofahrer in ihrer Sicht behindert oder abgelenkt werden. Die Kirtorfer Schilder seien zu nah an der Straße aufgestellt worden, außerdem habe es an einem ausreichenden Fundament gefehlt. Von den nicht ordnungsgemäß errichteten Hinweistafeln sei eine unmittelbare Verkehrsgefährdung ausgegangen, sodass sie umgehend entfernt und auf der Straßenmeisterei zwischengelagert werden mussten.

Daraufhin beantragte die Stadt Kirtorf eine Genehmigung, um die Schilder wieder aufzubauen. Dabei bat sie auch um die Mitteilung des genauen Standorts sowie die Vorgabe der Abstände im Lichterraum. Hessen Mobil konnte jedoch laut eigener Aussage am ursprünglichen Standort aus den genannten Gründen keine Genehmigung erteilen. Schließlich fand sich ein Alternativstandort außerhalb des Straßengrundstücks und nach dem Einmündungsbereich in eigener Zuständigkeit der Stadt Kirtorf. Dafür war keine Zustimmung seitens Hessen Mobil erforderlich.

Die Kosten der Schilder lagen lediglich bei insgesamt 75 Euro. Wesentlich höher dürften jedoch die Arbeitskosten für das Aufstellen, Abbauen und erneute Aufstellen ausfallen. Hessen Mobil wollte dazu jedoch keine genauen Angaben machen. Schließlich seien die Schilder „ohne nennenswerten Aufwand im Rahmen der laufenden Streckenkontrolle“ entfernt worden. Über das Wiederaufstellen verlor die Behörde kein Wort. In ähnlichen Fällen kostete die Installation eines Schildes rund 200 Euro. Hinzu kommen natürlich noch die Personalkosten für das Hin und Her zwischen Stadt und Landesbehörde. So viel Wirbel wegen zwei banaler Schilder: Es klingt fast wie ein Schildbürgerstreich.

Foto: Symbolfoto (von einem anderen Ort): Moritz Venner

Der Bund der Steuerzahler meint

Mit einer besseren Kommunikation zwischen Stadt und Landesbehörde wären die Kosten für den zwischenzeitlichen Ab- und Wiederaufbau vermeidbar gewesen. Beide Seiten hätten besser zunächst einmal das Gespräch gesucht bevor sie Fakten schaffen. 

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Eva Kugler

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