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59,4 Mio. Euro für Kölner Zentralbibliothek

Alter Schwarzbuchfall macht neue Schlagzeilen

Was ist passiert

59,4 Mio. Euro für Kölner Zentralbibliothek

Die Sanierung ihrer Zentralbibliothek ist der Stadt Köln lieb. Und teuer. Was mit einer „groben Kostenannahme“ von 15,8 Mio. Euro begann und eine „Vorentwurfsplanung mit Kostenschätzung“ im Jahr 2015 mit gut 31,4 Mio. Euro im Schwarzbuch landete, schlägt inzwischen mit 59,4 Mio. Euro zu Buche.

Ausführlich berichtete der Bund der Steuerzahler NRW im Sommer 2015, warum die Sanierung der Zentralbibliothek so viel teurer werden sollte als ursprünglich geplant. Damals waren Etagen zunächst nicht in die Sanierung eingeplant worden, später aber doch, die Beleuchtung wurde teurer, die Baunebenkosten stiegen, die Auslagerung von Teilen der Bibliothek kostete mehr, die Innenausstattung wurde zuerst nicht berücksichtigt.

Jetzt gibt es weitere erhebliche Kostensteigerungen. So verlängert sich die Auslagerungszeit um sieben Monate und kostet 25 Prozent mehr. Die Neuplanung der Inneneinrichtung u. a. mit attraktiver Dachterrasse, Glastrennwänden, festen Einbaumöbeln wird 16 Prozent teurer. Ein Plus von 13 Prozent entfällt auf den Brandschutz. Mess- und Regeltechnik werden 12 Prozent teurer, für Baustelleneinrichtung, Schutzmaßnahmen und Provisorien zahlen die Steuerzahler 10 Prozent mehr, des Weiteren steigen die Kosten für die Fassade, weil jetzt Riemchen gewählt wurden statt Metall und die Fensterteilung gemäß Forderungen von Gesundheitsamt und Brandschutz geändert werden musste.

Auch die Beseitigung von Altlasten wird teurer, ebenso der Austausch aller Innentüren und der Schließanlage. Denn eine erneute Begutachtung ergab, dass die Innentüren doch nicht mehr dem Stand der Technik entsprechen und nach 40 Jahren ausgetauscht werden müssen. Hinzu kommen noch einige allgemeine Kostensteigerungen, so dass unterm Strich 9,9 Mio.  Euro mehr aufzubringen sind. Die Innenausstattung wird mit 6,8 Mio. Euro veranschlagt. Mehr als 9 Mio. Euro beträgt der Risikozuschlag. So wird aus dem alten Schätzchen ein echter Schatz. Fertig werden soll er 2024.

Der Bund der Steuerzahler meint

Wieder einmal zeigen sich die Tücken bei einer Sanierung im Bestand. Sorgfältigere Planung und Einhalten der festgelegten Standards könnten hier Abhilfe schaffen.

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Autor des Artikels

Bärbel Hildebrand

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