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Sanieren bis die Polizei kommt

Altbausanierung + mangelnde Untersuchung = Kostenexplosion

Was ist passiert

Sanieren bis die Polizei kommt

Idar-Oberstein. Deutschlandweit ist Idar-Oberstein als Edelsteinstadt bekannt. Das lokale Dienstgebäude der Polizei- und Kriminalinspektion kann jedoch nicht wirklich als architektonisches Juwel bezeichnet werden. Das Polizeigebäude wurde um 1870 errichtet, erhielt bis 1975 einige Anbauten und wurde zuletzt 1994 saniert. Im Jahr 2014 sollten dann laut dem zuständigen rheinland-pfälzischen Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung „kleine, örtlich sehr begrenzte Eingriffe“ zur Sanierung vorgenommen werden. Allerdings wurde im Vorfeld auf eine detaillierte Analyse des Gebäudezustands verzichtet, um den polizeilichen Dienstbetrieb so wenig wie möglich zu beeinträchtigen.

Die Polizei zog aus und die Bauarbeiten begannen. Schnell zeigte sich, dass der bauliche Zustand des Gebäudes erheblich schlimmer war als angenommen. So mussten z.  B. die Statik ertüchtigt, zahlreiche Holzbalkendecken durch Betondecken ersetzt und die Innenraumarbeiten erweitert werden. Ursprünglich hätten die Bauarbeiten im Herbst 2016 abgeschlossen werden und rund 3,1  Mio.  Euro kosten sollen. Doch daraus wurde nichts. Mittlerweile ist die Fertigstellung für den Sommer 2019 geplant und die Baukosten sollen bei 6,9  Mio. Euro liegen. Dazu kommen Miet- und Umbaukosten für die Ausweichquartiere von mehr als 620.000  Euro.

Zum Vergleich: Ein moderner Neubau hätte mehr als 6  Mio. Euro gekostet. Vom Land Rheinland-Pfalz wurde dies seinerzeit als weniger wirtschaftliche Lösung verworfen. So kann man sich irren.

Foto: Nahe-Zeitung/Stefan Conradt

Der Bund der Steuerzahler meint

Es überrascht doch sehr, dass ein altes Gebäude – teils aus Kaisers Zeiten – ohne hinreichende Prüfung von Zustand und Statik saniert werden sollte. Keine Überraschung ist daher die Kostenexplosion. Gewiss war es gut gemeint, den Polizeibetrieb nicht unnötig stören zu wollen – dafür sitzen die Polizisten nun jahrelang in Ausweichquartieren. Ebenso stellt sich die Frage, warum ein Neubau nicht einmal dann ernsthaft in Betracht gezogen wurde, als die Kostenexplosion absehbar wurde. Sanieren um jeden Preis kann für die Steuerzahler nur zum Fiasko werden.

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Autor des Artikels

René Quante

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Kommentare (1)

  • Horst Schwutke
    Horst Schwutke
    am 07.11.2018
    Wieso sitzen die Verantwortlichen für diese Kostenexplosion immer noch in ihren Amtsstuben???? Wieso können die mit unseren Steuergeldern anscheinend machen was die wollen. Was passiert endlich mit diesem Filz???Im privaten Bereich wären diese Geldverschwender schon lange entlassen ohne weitere Bezüge.

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