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Alles voller Schilder in Berlin-Pankow

Alles voller Schilder in Berlin-Pankow

Was ist passiert

Alles voller Schilder in Berlin-Pankow

Berlin. Übersehen kann man die Straßenbäume in der Platanenstraße im Berliner Bezirk Pankow nicht. Das zuständige Bezirks­ amt hat nämlich jede einzelne Baumscheibe der Straße – das ist die Bodenfläche, die um einen Baumstamm herum ist – mit dem Verkehrszeichen „Vorgeschriebene Vorbeifahrt links“ beschildert. Abgesehen davon, dass man rechts an den Bäumen ohnehin gar nicht vorbeifahren könnte, sind die Bäume deutlich sichtbar von 12 Zentimeter hohen Bordsteinen eingefasst. Wozu dann also noch die 44  Schilder auf einer Strecke von  700 Metern?

Was war geschehen? Vor einigen Monaten wurde die Platanenstraße saniert. Das alte Kopfsteinpflaster wurde durch einen Asphaltbelag ersetzt, die Parkbuchten neu gepflastert und die Baumscheiben der mächtigen Platanen vergrößert, damit die Wurzeln mehr Platz haben. Alles sah fein und ordentlich aus. Und dann kamen die Schilder.

Wenn, dann aber richtig, muss man sich beim Bezirksamt Pankow gedacht haben. So prangt nun jeweils am Anfang und am Ende jeder einzelnen Parkbucht ein Schild, das die Autofahrer dazu auffordert, an jeder Baumscheibe links vorbeizufahren.

Auf Nachfrage des Bundes der Steuerzahler teilte das Bezirksamt mit, dass es bei der ganzen Aktion um die „Sicherheit der Verkehrsteilnehmer“ und „mögliche Schadensersatzansprüche“ gehe. Für den Bürger sei der Grund der Beschilderung hier nicht erkennbar, heißt es in der Antwort des Bezirksamts.

Stimmt! Die Bürger – vor allem die, die in der Straße wohnen – können die reiche Beschilderung nicht nachvollziehen und wundern sich zudem, warum die 5.000 Euro für die übertriebene Beschilderung nicht in die Sanierung der Gehwege gesteckt wurde, die gerade in Pankow vielerorts dringend sanierungsbedürftig sind. Nach dem Sturz einer Seniorin im Jahr 2012 ist der Bezirk aus diesem Grund nämlich tatsächlich schon einmal gerichtlich zu einer Schadensersatzzahlung verpflichtet worden.

Foto: Alexander Kraus

Video zum Fall

Fall im Video ab Minute 5:05

Der Bund der Steuerzahler meint

Eine Kennzeichnung mit Schildern jeweils am Anfang und am Ende des Straßenabschnitts wäre ausreichend gewesen.

Alternative Investitionen

Die 5.000 Euro wären besser in die Sanierung der maroden Pankower Gehwege investiert.

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Autor des Artikels

Steffen Bernitz

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