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Letzte Strophe im Sing-Wettbewerb

560.000 Euro für Motivations-Kampagne „Klingt nach Teamwork“

Was ist passiert

560.000 Euro für Motivations-Kampagne „Klingt nach Teamwork“

Was ist wichtig, um sich am Arbeitsplatz wohl zu fühlen? Es sind: kollegiale Zusammenarbeit und Teamzusammenhalt. Zu diesem wenig überraschenden Ergebnis unter Beschäftigten kommt eine Umfrage im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Da Eigenschaften wie Teamgeist, Kreativität und Spontaneität nach Auffassung des Ministeriums auch in der Arbeitswelt der Zukunft unverzichtbar sein werden, will es diese stärker in den Fokus der Öffentlichkeit rücken: unter anderem mit der Mitsing-Aktion „Klingt nach Teamwork“ im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2018.

Arbeitsteams in ganz Deutschland waren sechs Monate lang dazu aufgerufen, gemeinsam aus einem Arbeitskontext heraus zusammen zu singen. Ziel der Aktion sei es gewesen, „Kolleginnen und Kollegen zum gemeinschaftlichen Singen zusammenzubringen und die Bedeutung von Empathie, kollegialer Zusammenarbeit und persönlicher Inspiration in der Arbeitswelt in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken“, teilt das Ministerium mit. Die Videos ihrer gemeinschaftlichen Gesänge konnten die Teams einreichen und mit etwas Glück Preise gewinnen.

Darüber hatte der BdSt bereits zu Beginn der Aktion kritisch berichtet. Nach Abschluss der Mitmach-Kampagne bewertet das Ministerium diese als Erfolg: Die Ziele seien sichtbar erreich worden. Dabei hebt das Ministerium auch die Berichterstattung in den Medien sowie die Zugriffe auf die Kampagnenseite www.klingtnachteamwork.de hervor.

Ein genauer Blick auf die Kampagne wirft jedoch Fragen auf. Zugegeben: Die eingereichten Videos erwecken den Eindruck, dass die Teams Spaß bei der Arbeit haben. Und vielleicht mag der Dreh des einen oder anderen Videos zum Zusammenhalt im Team beigetragen haben. Jedoch zu welchen Kosten? 560.000 Euro hat die Aktion den Steuerzahler gekostet. 56 Teams aus 14 Bundesländern haben sich bundesweit beteiligt. Das heißt, dass pro teilnehmendem Team rund 10.000 Euro Kosten für den Steuerzahler angefallen sind. Ein hoher Preis!

Bemerkenswert ist auch ein Blick auf die Teams, die mitgemacht haben. Dabei waren zwar einige Unternehmen, doch finden sich auch etliche staatliche Organisationen bzw. Beschäftigte des öffentlichen Dienstes darunter. So haben beispielsweise Mitarbeiter eines Landesministeriums aus Niedersachsen und auch einer Behörde der Stadt Lübeck daran teilgenommen; darüber hinaus Vereine von Polizisten aus Brandenburg und Hessen. Auch das BMBF selbst hat ein Team gestellt – obendrein wurden sogar Videos von zwei Agenturen eingereicht, die die Kampagne im Auftrag des Ministeriums umgesetzt haben. Fazit: Viele Teams kamen aus dem eigenen staatlichen Dunstkreis. Somit stellt sich die Frage, ob die Mitsing-Aktion auf Kosten der Steuerzahler tatsächlich eine breite Öffentlichkeit erreicht hat. 

Der Bund der Steuerzahler meint

Dass Arbeiten in kollegialer Zusammenarbeit mehr Spaß macht, ist klar. Dafür braucht es keine teuren staatlichen Image-Kampagnen mit Steuergeld. Sinnvoller wäre es, die Arbeitnehmer zum Beispiel durch den schnellen Abbau des Solidaritätszuschlags zu entlasten – damit Arbeit auch in Zukunft nicht nur Spaß macht, sondern sich auch lohnt.

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Autor des Artikels

Philipp Behm

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Kommentare (1)

  • Harmanna Zevenberg
    Harmanna Zevenberg
    am 14.12.2018
    Dazu fällt mir wirklich nichts mehr ein, als das Wort: Steuerverschwendung. Diesen Betrag der dabei verschleudert wurde, hätte ich lieber in soziale Projekte gesteckt als dieses Singsangspiel.

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