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Wie man Steuergeld gendergerecht verschwendet

550.000 Euro Steuergeld für einen freiwilligen Lohntest?

Was ist passiert

Wie man Steuergeld gendergerecht verschwendet

Rheinland-Pfalz. Leiten Sie vielleicht ein kleines oder mittleres Unternehmen – kurz KMU – in Rheinland-Pfalz? Ist Ihnen unklar, ob Sie Ihre Mitarbeiter*innen diskriminierungsfrei vergüten? Bezahlen Sie womöglich gleiche oder gleichwertige Arbeit nach Geschlechtern betrachtet nicht gleich? Dann sollten Sie sich dringend von der Kompetenzstelle „Freiwillige Lohntests“ beraten lassen. Etwas Vergleichbares gibt es wohl nirgendwo sonst in Deutschland.

Die seit Januar 2015 bestehende Kompetenzstelle soll KMU für Entgeltgleichheit sensibilisieren. Denn der sogenannte Gender Pay Gap, der Verdienstabstand zwischen Männern und Frauen, beträgt in Rheinland-Pfalz rund 20  Prozent. Netzwerkarbeit, Veranstaltungen und schließlich eine „einzelbetrie­bliche Unterstützung“ sollen „diskriminierungsfreie Vergütungen“ fördern. Zur finanziellen Unterstützung bekommt die Kompetenzstelle Geld vom Land Rheinland-Pfalz und von der Europäischen Union – von 2015 bis 2017 waren es insgesamt rund 550.000  Euro.

Laut rheinland-pfälzischem Frauenministerium wurden seit 2015 im Durchschnitt aber nur vier Veranstaltungen im Jahr abgehalten und insgesamt rund 90  KMU angesprochen. Bereit zu einem freiwilligen Lohntest soll jedoch nur ein einziges Unternehmen gewesen sein! Wie ist das mangelnde Interesse zu erklären? Aus Sicht des Ministeriums liegt die Schuld dafür bei den KMU, die beim Thema Entgeltgleichheit noch immer sehr zurückhaltend reagieren würden. Entsprechend bezeichnet das Frauenministerium die Arbeit der Kompetenzstelle als „herausfordernd“.

Foto: unsplash.com

Der Bund der Steuerzahler kritisiert

Der Gender Pay Gap von rund 20  Prozent dient gerne als Aufreger. Doch wer nach strukturellen Unterschieden wie z.  B. Ausbildung, Berufe und Arbeitszeit fragt, erhält ein ganz anderes Ergebnis. So lag der um diese Faktoren bereinigte Gender Pay Gap laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2014 – also dem Jahr, bevor die Kompetenzstelle ihre Arbeit aufnahm – bei 6  Prozent! Und selbst dieser niedrige Wert ist kein Ausdruck reiner Diskriminierung. So weist das Statistische Bundesamt darauf hin, dass selbst der bereinigte Gender Pay Gap möglicherweise geringer ausgefallen wäre, wenn weitere lohnrelevante Einflussfaktoren in die Analyse eingeflossen wären. Festzuhalten bleibt: Wohlmeinende Flyer mit Gender-Sternchen können keine strukturellen Unterschiede beseitigen. Ist das womöglich auch die wahre Erklärung für das Desinteresse der Unternehmen an einer Beratung? Angesichts des blamablen Ergebnisses sollte die Förderung zügig eingestellt werden. Placebo-Politik ist keinen einzigen Steuer-Cent wert!

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Autor des Artikels

René Quante

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Kommentare (1)

  • Norbert Duempert
    Norbert Duempert
    am 21.06.2019
    Mann sollte herausfinden wer diese absurde Stelle erfunden hat und demjenigen oder derjenigen 10% der Verschwendung vom Gehalt abziehen. Damit solch ein Irrsinn aufhört.

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