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Darßbahn – teuerste Bahnstrecke der Republik?

168 Millionen Euro für rund 30 km Strecke

Was ist passiert

168 Millionen Euro für rund 30 km Strecke

In den Sommermonaten wird die beliebte Ferienregion Darß regelmäßig von einer Verkehrslawine überrollt. Die Folge sind Lärm, Schmutz, lange Staus und eine angespannte Parkplatzsituation. Die Halbinsel ist wohl die einzige Tourismusregion ohne Bahnanschluss.

Früher verlief über die Halbinsel zwischen Barth und Prerow eine rund 30 km lange Bahnstrecke – die Darßbahn. Sie führte ursprünglich von Velgast über Barth nach Prerow und diente als Nebenanschluss an die Hauptstrecke von Rostock nach Stralsund.

Nun möchte die Usedomer Bäderbahn (UBB) die in Teilen demontierte Strecke der Darßbahn wieder aufbauen, insbesondere um die Straßen in der Hauptsaison zu entlasten. Darum gab es zuletzt auch eine juristische Auseinandersetzung. Am 18.06.2019 wurde jedoch die Klage der Gemeinde Pruchten gegen das Planfeststellungsverfahren vom Oberverwaltungsgericht Greifswald abgewiesen. Der Weg für den Bau ist damit aus rechtlicher Sicht frei.

Offen sind hingegen die tatsächlichen Kosten und Finanzierung des Mammutprojekts. Das Wirtschaftlichkeitsgutachten aus dem Jahr 2009 ging noch von Kosten in Höhe von 48 Mio. Euro aus, bescheinigte dem Projekt jedoch nicht förderwürdig zu sein. In der Folge wurde hin und her gerechnet, bis 2011 das Kosten-Nutzen-Verhältnis passte. Dafür senkte man die Kostenschätzung auf 38 Mio. Euro und verzichtete auf zwei Zwischenhaltepunkte. Zudem wurde mit einem eingeschränkten Busverkehr geplant.

Aktuell werden die Kosten auf 115. Mio. Euro geschätzt – ohne Brücken. Alleine für die Meiningenbrücke wurden zusätzliche 51 Mio. Euro veranschlagt. Dazu kommen noch die Kosten für die Klörbrücke und die Brücke über die Barthe.

Angesichts der Steigerung der geplanten Kosten in den vergangenen Jahren muss davon ausgegangen werden, dass die tatsächlichen Kosten deutlich über den bisher genannten Zahlen liegen werden. Das schöngerechnete Kosten-Nutzen-Verhältnis stünde damit auch wieder in Frage.

 

Foto: Diana Behr

Der Bund der Steuerzahler fordert

Die Landesregierung muss die Alternativen zur Darßbahn in ihrer jetzigen Planung prüfen. Dabei muss das Gesamtkonzept innovativ und schlüssig sein und die Planungen müssen auf aktuellen Zahlen beruhen.

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Diana Behr

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Kommentare (11)

  • Ulf Leonhard
    Ulf Leonhard
    am 20.06.2019
    warum muß das so teuer sein? mal zu reduzierten Vorschriften bauen.. komplett privat angehen und vergeben ... jenseits von Deutsche Bahn... Startup Ideen einsammeln?!
  • Bernhard Scholer(MBA)
    Bernhard Scholer(MBA)
    am 20.06.2019
    Das ist ja harmlos im Vergleich zum Elbe-Lübeck-Kanal der 820 Mio kosten soll, ohne dass es irgendeine Wahrscheinlichkeit gibt, dass der Kanalausbau die Transportmenge erhöht. Bahn im Darß bringt Leute, der erweiterte E-L-Kanal vertreibt sie.
  • Hermann Johann
    Hermann Johann
    am 20.06.2019
    Da wird wieder Geld auf eine n scheinbar en Sündenbock geschoben, weil das meiste Geld wieder irgendwo anders gebraucht wird
  • Klaus Kukuk
    Klaus Kukuk
    am 20.06.2019
    Baut lieber noch ein paar Strassen. Baut riesige Parkplätze und betoniert die Halbinsel zu. Die Insel ist ja eh nicht mehr das was sie mal war. Rügen aber genau so. Wer kurz nach der Wende das dort erlebt hat. Heute nur noch Kommerz. Traurig
  • Lochner
    Lochner
    am 20.06.2019
    Das ist mir klar weshalb die Kosten so stark steigen. Für jedes Jahr das durch Streitigkeiten den Bau des Projektes verzögert steigen die Kosten. Bei diesem Projekt sind ja zwischenzeitlich 10 Jahre vergangen.
  • Arno Foschepoth
    Arno Foschepoth
    am 20.06.2019
    Ich halte die Reaktivierung von Bahnstrecken für zwingend erforderlich, um damit auch einen Beitrag zur Reduzierung von z.B: CO² zu erreichen. Das gilt nicht nur für diese Bahnstrecke, sondern Bundesweit. Wir können nicht immer über den schlechten "ÖPNV " schimpfen, sondern müssen auch was dafür tun. Natürlich kostet das auch Geld, aber der Klimawandel kostet unter dem Strich mehr.
  • Günter Fischer
    Günter Fischer
    am 20.06.2019
    Ich würde mich jetzt nicht über die Kosten unterhalten, halte den Planfeststellungsbeschluss, auch, wenn ich ihn im Detail nicht kenne, für wahrscheinlich falsch.
    Mein Vorschlag:
    Festsetzungen für den Verkehr auf der Darsser Halbinsel sollten an die Regelungen vom benachbarten Hiddensee angepasst werden.
    Jeder, der etwas von der Entstehung dieser Halbinsel bis hin zu Rügen versteht, weis, dasssich die Sandbereicht strömungsbedingt langsam, aber stetig reduzieren. Die vielen Buhnen wurden ja nicht grundlos eingesetzt und regelmässig gewartet.
    Die zwischen Barhöft und Pramort gelegenen Inseln sollten ausschliesslich der Natur überlassen werden und für Tourismus gesperrt werden.
    Von Süden sollten die Bereiche über Zingst, Prerow bis Darsser Ort nur wasserseitig erreicht werden können - keine Brükken und nur der dazu absolut nötige Strassenbau für Leichtbelastungen.
    Die Stege Zingst und Prerow könnte man ausserhalb der Schwimmzonen evtl stabilisiert ca 50 m verlängern und für das Anlegen kleinerer Touristenboote (bis 50 Personen), die in restaurantkapazitätsbedingten Rhythmen dort anlegen lassen (nur ins Unreine gedacht).
  • Willi Vißer
    Willi Vißer
    am 20.06.2019
    Es ist abzuwägen ob diese Ausgabe einen langen Nutzen,für die Menschen bringt,oder ob es sich hier nur um das Objekt eines Kommunalpolitikers handelt,der sich ein Denkmal setzen will.Darüber hinaus befürworte ich den Ausbau von Bahnstrecken ,wenn sie denn auch eine praktische Berechtigung darstellen.
  • Friedrich-W. Schaeper
    Friedrich-W. Schaeper
    am 20.06.2019
    Vielleicht läßt sich die eine oder andere Million vom Flughafen Berlin/Brandenburg oder von den Instandsetzungskosten der "Gorch Fock" abzweigen?
  • Harry Foese
    Harry Foese
    am 21.06.2019
    Auf den ersten Blick erscheint die Summe hoch, angesichts der vielen Brückenprojekte ist das aber gerechtfertigt. Dieses Objekt sollte nun aber schnell verwirklicht werden.
  • Hans Loeffler
    Hans Loeffler
    am 24.06.2019
    Schaut nicht auf die nakten Zahlen, sondern darauf, was es kosten würde, wenn man für die Ortschaften die auf dem Weg zur Darßküste liegen Umgehungsstraßen bauen würde, damit die Anwohner weniger Autoverkehr ertragen müssten.

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