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Teure Ersatzfähre wird nicht genutzt

Rechnerisch kostet jeder Passagier den Steuerzahler 15 Euro

Aktuelle Entwicklung

Erfolg!

Es gibt einen Erfolg zu vermelden: Die Ersatzfähre Falkenstein, die seit Monaten fast ohne Passagiere über den Nord-Ostsee-Kanal bei Rendsburg pendelt, wird zum Ende der Woche ihren Betrieb einstellen. Das haben die Verantwortlichen jetzt nach den Protesten des Bundes der Steuerzahler entschieden. Wir konnten uns also mit unserer Forderung im Sinne der Steuerzahler durchsetzen. Der letzte regulärer Betriebstag der Fähre ist Freitag, der 2. Juni 2017. Nur zu besonderen Anlässen, wenn bei Großveranstaltungen ein erhöhter Transportbedarf zu erwarten ist, wird es noch einzelne Fahrten geben. Insgesamt hat der Einsatz der Ersatzfähre seit Juni 2016 rund 280.000 Euro gekostet, die allein vom Steuerzahler aufzubringen sind, weil die Überquerung des Nord-Ostsee-Kanals gebührenfrei erfolgen muss. Bei durchschnittlich 160 Fahrgästen am Tag hat jeder Passagier damit rechnerisch 15 Euro gekostet, für eine Überfahrt, die keine drei Minuten dauert.

Was ist passiert

Teure Ersatzfähre wird nicht genutzt

Seit tatsächlich Kaisers Zeiten pendelte in Rendsburg eine unter der Eisenbahnhochbrücke aufgehängte Schwebefähre im 10-Minuten-Takt über den Nord-Ostsee-Kanal. Bis zum 8. Januar 2016. Damals kollidierte die Schwebefähre mit einem Frachter und wurde irreparabel zerstört.

Doch weil die Fähre vor allem von vielen Schülern auf dem Weg zur Schule genutzt wird und schon der Kaiser den Schleswig-Holsteinern versprochen hatte, dass sie den Nord-Ostsee-Kanal kostenlos queren dürften, entschied Bundesverkehrs-Staatssekretär Enak Ferlemann, eine Ersatzfähre einzurichten. Seit Juni 2016 pendelt an allen Schultagen ein in Kiel gecharterter Schlepper, der pro Fahrt 180 Passagiere befördern darf und zusätzlich sehr viel Platz für Fahrräder hat. Charterkosten: rund 2.400 Euro pro Einsatztag. Doch die Schüler haben sich längst anders entschieden: Sie nutzen den nur wenige 100 m entfernt liegenden Fußgängertunnel unter dem Kanal. Das geht schneller und sie müssen ihre Fahrräder nicht mühselig über die Bordrampe hieven. Und so werden im Durchschnitt gerade einmal 160 Fahrgäste am Tag befördert. Rechnerisch kostet jeder Passagier den Steuerzahler 15 Euro.

Doch obwohl offensichtlich ist, dass die Ersatzfähre am Bedarf vorbeigeplant wurde, will niemand ein Ende der teuren Überfahrten beschließen. Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung traut sich nicht, weil schließlich der Staatssekretär aus Berlin eine Zusage gegeben hat. Und die Bürgermeister der Anliegergemeinden auch nicht, weil sie die wenigen Fahrgäste nicht verprellen wollen. Und so zahlt der fleißige Steuerzahler munter weiter für ein Schiff, das nicht gebraucht wird.

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Autor des Artikel

Rainer Kersten

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