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Superschnitzel der Geldverschwendung

500 Kilogramm Glaskristall für 100.000 Euro - für ein Glitzerschwein!

Was ist passiert

Superschnitzel der Geldverschwendung

Kunst am Bau kann attraktiv oder auch hintergründig sein. Allerdings sollte das Ganze nicht luxuriös, sondern maßvoll  und angemessen sein. Beim Bau und der Errichtung eines Finanzamtes wurden gleich 500 Kilogramm Glaskristall und damit 100.000 Euro für ein Kunstwerk zu Lasten des Steuerzahlers verschwendet.

Halle (Saale). Der Neubau eines Finanzamtes wird vom Steuerzahler besonders interessiert beobachtet. Das ist auch beim Finanzamt Halle(Saale) so. Über Jahre wurde über  einen Neubau und den Standort gestritten. 2014 war es endlich soweit. Ein Grundstück in bester Lage in der Innenstadt von Halle(Saale) wurde mit Bauerrichtungsverpflichtung von einem Investor erworben. Kostenpunkt für die Finanzierungskosten der langfristig angelegten Investorenlösung: 47,2 Mio. Euro, zu zahlen in Raten bis 2040!

Doch damit nicht genug. Parallel zur Errichtung des neuen Behördengebäudes lobte das Land Sachsen-Anhalt im August 2015 einen 2-stufigen Wettbewerb „ Kunst am Bau“ für diesen Standort aus. Ziel des mit 100.000 Euro dotierten Wettbewerbes war die Schaffung eines Kunstwerkes, welches zur Identifikation der Nutzer, also Mitarbeitern wie Bürger beiträgt und das Stadtbild bereichert.

Im Juni 2017 wurde ein ganz besonders luxuriös aussehendes, glitzerndes 100.000 Euro teures Kunstwerk eingeweiht – ein mit Kristallen verziertes Glitzerschwein. Es soll für den Wohlstand und den Reichtum der Stadt stehen.

Für den Steuerzahler ist dieses Luxusobjekt in mehrfacher Hinsicht fehl am Platz. Es ist schon fast als schizophren zu bezeichnen, wenn ausgerechnet ein Symbol für einen sparsamen und wirtschaftlichen Umgang mit den Steuergeldern, nämlich ein Sparschwein, für solche „ Kunst am Bau“ missbraucht wird.

Der Bau und die Errichtung des Finanzamtes Halle kosten den Steuerzahler über die Finanzierungs-kosten bis zum Jahr 2040 insgesamt über 47,2 Mio. Euro. Etwas mehr Bescheidenheit und Sparsamkeit hätte dem Land Sachsen-Anhalt gerade bei einem Finanzamt gut getan. Das ausgerechnet der Finanzminister dieses luxuriöse Kunstwerk bestellt hat, ist für den Steuerzahler umso enttäuschender.

Auch mit dem Reichtum und Wohlstand der Stadt Halle(Saale) und des Landes Sachsen-Anhalt sieht es eher nicht gut aus. Die Stadt Halle (Saale) hat aktuell Schulden von über 450 Mio. Euro, darunter enorme Kassenkredite.  Die Stadt ist auch im Vergleich mit den anderen kreisfreien Städten im Land für ihre miserable Haushaltspolitik bekannt. Ebenso hat das Land Sachsen-Anhalt nach wie vor einen der höchsten Schuldenstände im Ländervergleich. Anfang des Jahres 2017 weist das Land eine Gesamtverschuldung von über 20 Milliarden Euro aus. Das bedeutet eine überdurchschnittliche Pro-Kopf-Verschuldung von rund 9.100 Euro je Einwohner.

Der Bund der Steuerzahler meint

Das luxuriöse Glitzerschwein passt leider in das großzügige Ausgabeverhalten der derzeitigen Landesregierung und der Stadt Halle (Saale) insgesamt. Statt die Bürger zu entlasten, werden die üppig fließenden Steuergelder lieber für unnötige, überflüssige und luxuriöse Ideen verschwendet - zu Lasten des Steuerzahlers.

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Autor des Artikel

Ralf Seibicke

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