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Pannen-Parkhaus mit garantiertem Verlust

534 Parkplätze sowie 294 Fahrradabstellplätze stehen zur Verfügung – und überwiegend leer.

Was ist passiert

Pannen-Parkhaus mit garantiertem Verlust

Ein neues Parkhaus im niedersächsischen Winsen (Luhe) bereitet der Stadt großes Kopfzerbrechen. Nachdem sich die Baukosten bereits um drei Millionen Euro erhöht haben, steht die Anlage in den ersten Betriebswochen weitgehend leer. Dauerhafte Verluste sind ohnehin schon eingeplant, denn das Land verbietet kostendeckende Entgelte. Entwickelt sich das Projekt zu einem teuren Irrtum?

Winsen (Luhe). Auf halber Strecke zwischen Hamburg und Lüneburg liegt Winsen (Luhe). Um den vielen Pendlern das Bahnfahren bequemer zu machen, entschied sich die Kreisstadt für den Bau eines Parkhauses direkt am Bahnhof. Seit Anfang April 2017 stehen 534 Pkw-Stellplätze sowie 294 Fahrradabstellplätze zur Verfügung – und überwiegend leer. Die von den Stadtwerken Winsen (Luhe) betriebene Anlage hat mit größeren Anlaufschwierigkeiten zu kämpfen. Zurzeit sind lediglich 80 Verträge für Pkw und 26 Verträge für Fahrräder abgeschlossen. Noch kann kein Urteil darüber gefällt werden, ob das Parkhaus zu groß dimensioniert wurde. Denn die potenziellen Nutzer stellen sich nur allmählich um und demnächst entfallen noch einige provisorische Parkplätze in der Umgebung.

Doch schon bei den Bauarbeiten ging es drunter und drüber. Aufgrund von Baustopps durch die Bahnaufsicht, unerwarteter Hinterlassenschaften im Boden, einer falsch prognostizierten Grundwassermenge und dem Absacken einer Lärmschutzwand verzögerte sich die Fertigstellung um neun Monate. Die zahlreichen Pannen hatten zudem erhebliche Kostensteigerungen zur Folge. Statt 7,9 Millionen Euro rechnet die Stadt derzeit mit Baukosten von über 10,9 Millionen Euro. Es kann sogar noch schlimmer kommen, weil noch nicht alle Schlussrechnungen vorliegen. Regressforderungen werden geprüft. Zu allem Übel wird auch der Betrieb des Parkhauses dauerhaft defizitär sein. Denn selbst bei Vollauslastung werden die Einnahmen nicht ausreichen, um die jährlichen Kosten von 229.300 Euro zu decken. Das hängt auch mit den Vorgaben des Landes Niedersachsen zusammen: Bei geförderten Park+Ride-Anlagen dürfen keine kostendeckenden Entgelte verlangt werden. Doch ein überwiegend leeres Parkhaus macht noch mehr Verluste als nötig. Deshalb müssen die Steuerzahler hoffen, dass sich die schwachen Nutzerzahlen schnell und nachhaltig verbessern.

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Autor des Artikel

Gerhard Lippert

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