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Paukenschlag ohne Sinfonie

Musikzentrum Bochum – wird teurer und später fertig

Was ist passiert

Paukenschlag ohne Sinfonie

Die Sinfonie ist noch nicht mal angestimmt, da ertönt schon der Paukenschlag: Das Musikzentrum in Bochum wird später fertig als geplant und rund 4,2 Mio. Euro teurer als ursprünglich veranschlagt.

Bochum. Bereits 2011 und 2012 berichtete der Bund der Steuerzahler kritisch über die geplante Spielstätte für die Bochumer Symphoniker, denn die Stadt kann sich weder den Bau noch die laufenden Folgekosten leisten. Da es bereits Konzerthäuser in den Nachbarstädten gibt, steht zu befürchten, dass sich die Häuser gegenseitig das Publikum abspenstig machen.

Dazu kommt, dass sich die Eröffnung des Musikzentrums mehrfach verzögert hat. Jetzt ist die Eröffnung Ende Oktober 2016 vorgesehen. Noch gravierender dürfte für die Stadt sein, dass die Baukosten von knapp 33 Mio. Euro auf 37,2 Mio. Euro gestiegen sind. Wie die Stadt die 4,2 Mio. Euro Mehrkosten finanzieren will, dazu äußert sie sich recht kryptisch: „Die Mehrkosten wurden vom Rat der Stadt […] beschlossen und aus dem städtischen Haushalt kompensiert.“ Als Gründe für den Eröffnungsverzug und die Mehrkosten nennt die Stadt unter anderem die Verunreinigung des Bodens, die analysiert und beseitigt werden musste, für einige Gewerke wurden keine Angebote abgegeben – und bei anderen Gewerken hätten die Angebote die Kostenschätzung überstiegen, sodass andere Bereiche umgeplant werden mussten, um das Budget einzuhalten.

Allein die Akustikdecke musste 3 Mal ausgeschrieben werden, und die Gewerke Elektro, Fenster, Schlosser, Brandschutztore und Feuerlöschtechnik zählten zu denen, die in der Planung angepasst und neu ausgeschrieben werden mussten. Der Ausstieg des Heizungsbauers zog gleich einen ganzen Rattenschwanz an Verzögerungen nach sich.

Und so trat das ein, was die Stadt Bochum 2012 dem Bund der Steuerzahler gegenüber noch als „theoretischen Fall“ eingestuft hatte: Der Kostenrahmen für das Konzerthaus wurde überschritten. Um die 4,2 Mio. Euro zu den weiteren geplanten Investitionen der Stadt ins Verhältnis zu setzen: Bis 2019 will die Stadt 2,1 Mio. Euro in den Mensa-Ausbau einiger Schulen investieren und 2,4 Mio. Euro in die Sanierung von Schulen. 2,2 Millionen Euro sind für die Sanierung des Schauspielhauses vorgesehen und 1,6 Mio. Euro für die Sanierung von Schwimmbädern.

Der Bund der Steuerzahler sagt

Wie auch immer die Stadt die Mehrkosten konkret „kompensiert“: Der Steuerzahler ist’s, der zahlt. Ende vom Lied.

Grund der Verschwendung
60 %
20 %
50 %
Alternative Investitionen

Allein die 4,2 Mio. Euro Mehrkosten verschlingen so viel Geld wie für die Sanierung des Schauspielhauses und der Schwimmbäder vorgesehen ist.

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Autor des Artikel

Bärbel Hildebrand

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