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Kostenexplosion beim Umbau des Düsseldorfer Aquazoos

Die Stadt geht mit ihrer Kostenkalkulation für den Aquazoo unter

Aktuelle Entwicklungen

Neue Hiobsbotschaften vom Aquazoo

Wieder schlechte Nachrichten vom Aquazoo in Düsseldorf. Erst vor wenigen Wochen hatte der Bund der Steuerzahler NRW den Aquazoo wegen Baukostensteigerung und Bauzeitüberziehung im Schwarzbuch 2016 kritisiert. Zuletzt war März 2017 als Eröffnungstermin genannt worden. Nun soll der Aquazoo, eine Kombination aus Zoo und Naturkundemuseum, erst im Sommer 2017 eröffnen. Ursprünglich war eine Wiedereröffnung für Oktober 2015 vorgesehen gewesen.

Auch die Baukosten sind gestiegen. Sie liegen mittlerweile bei 18,8 Millionen Euro und sind damit knapp sechs Millionen höher als geplant.  Durch die erneut verschobene Eröffnung ist zudem mit Mindereinnahmen von voraussichtlich 700.000 Euro zu rechnen, die die Stadt bereits eingeplant hatte. Hauptgründe für die spätere Eröffnung sind undichte Aquarienscheiben und Gehege sowie verspätete Lieferungen von technischen Anlagen.

Was ist passiert

Kostenexplosion beim Umbau des Düsseldorfer Aquazoos

Statt geplanter knapp 13 Mio. Euro wird der Umbau des Aquazoos in Düsseldorf mindestens 18 Mio. Euro kosten. Weitere Steigerungen sind nicht ausgeschlossen. Dabei hatte man schon zuvor alle Einsparpotenziale ausgeschöpft.

Düsseldorf. Der Aquazoo/Löbbecke Museum ist eine Kombination aus Naturkundemuseum und Zoo, vorwiegend für im Wasser lebende Tiere wie Haie, Krokodile und Otter. Nach 25 Jahren hatte das Gebäude optische und technische Mängel, die nicht im Rahmen des Bauunterhalts beseitigt werden konnten.

Ärgerlich sind nicht nur die Mehrkosten, die die Stadt Düsseldorf finanziert. Auch die Wiedereröffnung, eigentlich für Oktober 2015 angepeilt, wird sich mindestens um ein Jahr verschieben. Die Gründe für die Kostensteigerungen und Bauzeitverlängerung seien, so die Stadt, zusätzliche Arbeiten, die nicht vorhersehbar gewesen wären. So wurden vermehrt Schadstoffe gefunden, Anlagenteile der Haus­technik waren in einem schlechteren Zustand als gedacht und Firmen gingen pleite. Einen Großteil der Probleme verursachten nach Darstellung der Stadt Planungsdefizite eines Fachplanungsbüros, gegen das die Stadt Regressansprüche prüft.

Allesamt sind dies allerdings typische Probleme beim Bauen im Bestand. Hätte man das Gebäude also vorher nicht gründlicher prüfen können? Dass es sich beim Aquazoo um ein „sehr komplexes Gebäude mit sehr komplizierter Haustechnik“ handelt, war vorher bekannt. Auch die Frage, ob man statt einer millionenschweren Sanierung den Aquazoo nicht besser gänzlich hätte aufgeben sollen, muss erlaubt sein. Nach einer Ratsvorlage sind die Besucherzahlen in den vergangenen zehn Jahren kontinuierlich von jährlich rund 600.000 auf 365.000 Gäste zurückgegangen, da durch attraktive Neueröffnungen in den Zoos der näheren Umgebung zunehmend Konkurrenz entstanden ist. Den Bürgern reichen die Angebote dieser Art ganz offensichtlich.

Der Bund der Steuerzahler kritisiert,

dass der Aquazoo mit Steuermillionen nun wieder konkurrenzfähig gemacht wird. Ob das auf Dauer steigende Besucherzahlen garantiert, muss sich jedoch erst noch zeigen.

Grund der Verschwendung
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Autor des Artikel

Andrea Defeld

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