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Kosten für "Europa" sind explodiert

Brüssel baut sich einen kleinen Palast und sprengt die geplanten Kosten

Was ist passiert

Ein Glaspalast für 321 Millionen Euro

Bereits im Jahr 2004 beschlossen die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union, ein neues Gebäudes für den Europäischen Rat und den Rat der Europäischen Union wird benötigt. Das bis dahin genutzte Gebäude, der Justus-Lipsius-Bau war niemals dazu gedacht, diese beiden Gremien zu beherbergen. Allein im Jahr 2015 wurde ein Rekord von 12 Gipfeln, vor allem wegen der Euro-Krise, einberufen. Seit 2009 wurden auch Treffen zwischen der EU und Drittländern sowie multilaterale Gipfeltreffen dort veranstaltet.

Damals waren Kosten in Höhe von 240 Millionen Euro für den Neubau vorgesehen und wurde fast vollständig aus dem EU-Haushalt finanziert. Bis zum Jahr 2016 sind die Gesamtkosten um 81 Millionen Euro gestiegen, was ein Drittel der Baukosten ausmacht. Diesen Unterschied erklärt die EU durch die gestiegenen Baupreise , die in allen Bauprojekten berücksichtigt werden müssen. Offenbar wurde aber im Jahr 2004 nicht mit dieser Kostensteigerung geplant. Außerdem wurden zahlreiche Änderungswünsche noch während der Bauphase berücksichtigt. Mit dem Vertrag von Lissabon, der nicht gerade überraschend unterzeichnet wurde, änderten sich auch die Arbeitsmethoden des Europäischen Rates, was in der Gebäudekonzeption berücksichtigt werden musste. Außerdem wurden multilaterale und bilaterale Gipfeltreffen in Brüssel zur Regel. Darüber hinaus sollten technologische Entwicklungen, etwa der Rundfunk-und Sicherheitstechnik, berücksichtigt werden.

Das ist ein klassisches Beispiel, wie einerseits durch zu niedrige Planungszahlen Neubauten der öffentlichen Hand schöngerechnet werden, um die Genehmigung der Parlamente hierfür zu bekommen, und andererseits sich ständig ändernde Rahmenbedingungen und bürokratische vorgaben zu sehr teuren Baumaßnahmen führen. 

 

Bildquelle (Bild unverändert): SamynandpartnersCreative-Commons-Lizenz 4.0 International

Der BdSt meint

Hätten die Planer des Gebäude mit ehrlichen Zahlen geplant und genauer auf die Entwicklungen in der Union geachtet, stünde in Brüssel jetzt ein tolles neues Gebäude, das keinen Cent mehr gekostet hätte als erwartet.

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Autor des Artikel

Daniel Junker

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