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Eine Posse um (k)ein Denkmal

Das Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin wird teurer, ist aber besser als die Alternative

Aktuelle Entwicklungen

Doch ein Denkmal!

Vor dem Berliner Stadtschloss soll nach jahrelangem Hin und Her nun doch ein Denkmal errichtet werden, das an die Deutsche Einheit erinnert. Der Weg dorthin wird der Bedeutung dieses Monuments jedoch nicht gerecht.

Bis März 2016 sind die Kosten für das Einheits- und Freiheitsdenkmal um 50 Prozent auf 14,583 Mio. Euro gestiegen. Deshalb forderte der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages die Einstellung. Insgesamt flossen bis zu diesem Abbruch Steuergelder in Höhe von rund 1,7 Mio. Euro für die beiden Wettbewerbe und die Erstellung der Entwurfs- und Genehmigungsplanung.

Ein Abbruch des Bauvorhabens wäre aus Sicht der Steuerzahler ein konsequenter Schritt bei einer drohenden Baukostenüberschreitung gewesen. Vor allem deshalb, weil weitere Kosten im Zusammenhang mit der Errichtung des Denkmals vom Haushaltsausschusses nicht ausgeschlossen nicht ausgeschlossen werden konnten. Doch dann begann die Posse im Bundestag: Für den Haushalt 2017 wurden Mittel in Höhe von 18,5 Millionen Euro für eine „Neuerrichtung der wilhelminischen Kolonnaden auf dem Denkmalsockel“ als Zuschuss an das Land Berlin vorgesehen. Weil 14,5 Millionen Euro zu viel waren, wurden noch einmal 4 Millionen Euro ergänzt, um statt an die Wiedervereinigung an die Kaiserzeit erinnern zu können. Die Gelder müssten allerdings vom Land Berlin abgerufen werden.

Und es könnte wieder anders kommen als gedacht, denn gerade erst hat sich der Bundestag dazu entschieden, nun doch das Freiheits- und Einheitsdenkmal zu errichten. Wir dürfen gespannt sein, wie teuer dieses Hin und Her die Bürger zu stehen kommt.

 

Urheber und Rechteinhaber des unveränderten Bildes: ARGE Sasha Waltz/Milla & Partner GmbH. 

Was ist passiert

1,7 Millionen Euro, 2 Wettbewerbe und kein Denkmal

Der Deutsche Bundestag beschloss am 9. November 2007 die Errichtung eines Denkmals, das an die „friedlichen Revolution von 1989 und der Wiedererlangung der Deutschen Einheit“ erinnern soll und gleichzeitig „in die Deutsche Freiheits- und Einheitsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts“ eingebettet ist. Als Standort wurde der Sockel des ehemaligen Kaiser-Wilhelm-Denkmals auf der Schlossfreiheit vor dem Berliner Schloss vorgesehen.

Runde eins

Das Drama begann mit einem gescheiterten Wettbewerb und für das Freiheits- und Einheitsdenkmal mussten am Ende zwei Wettbewerbe durchgeführt werden. Der erste wurde im Dezember 2008 initiiert und vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung durchgeführt. Für den offenen Wettbewerb wurden 532 Entwürfe eingereicht, woraus das Preisgericht 20 Teilnehmer auswählen und mit ihnen mögliche Lösungen der Wettbewerbsaufgabe diskutieren sollte. Allerdings erhielt keine der eingereichten Arbeiten die notwendige Mehrheit zum Verbleib im Verfahren. Im April 2009 wurde der Wettbewerb vorzeitig beendet. Das Denkmal sollte dennoch errichtet werden.

Runde zwei

Nun erfolgte ein zweiter, interdisziplinärer Wettbewerb mit einer Auswahl besonders qualifizierter Bewerber. Von den 33 Teilnehmern reichten 28 ihre Entwürfe ein. Im Oktober 2010 fiel die einstimmige Entscheidung für die Vergabe von drei ersten Preisen, die allerdings einer Überarbeitung unterzogen werden mussten. Im April 2011, nach über zwei Jahren, lag die Entscheidung für den oben abgebildeten Entwurf der ARGE Sasha Waltz/Milla & Partner GmbH fest. Beide Wettbewerbe zusammen kosteten 548.000 Euro.

(K)ein Denkmal

Mitte April 2016 forderte der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages die Bundesregierung auf, das Bauvorhaben einzustellen. Der Grund dafür waren die bis dahin um 50 Prozent gestiegenen Baukosten für das Einheits- und Freiheitsdenkmal, für das im März eine Gesamtkostenschätzung in Höhe von 14,583 Mio. Euro vorlag. Insgesamt flossen bis zu diesem Abbruch Steuergelder in Höhe von rund 1,7 Mio. Euro für die Wettbewerbe und die Erstellung der Entwurfs- und Genehmigungsplanung.

Der BdSt meint

Der Umgang und die Planlosigkeit der Verantwortlichen wird der Bedeutung dieses Denkmals nicht gerecht!

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Autor des Artikel

Daniel Junker

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