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Arbeitsagentur versenkt 60 Millionen

Weil das Softwareprojekt nicht die erwünschten Vorteile brachte, wurde es in der Testphase eingestampft

Was ist passiert

60-Millionen-Euro-Software ist unbrauchbar

Für die Weiterentwicklung und den Betrieb einer der größten IT-Landschaften Deutschlands startete die Bundesagentur für Arbeit im Jahr 2010 das Projekt "Rollenbasierte Oberflächen", genannt ROBASO. Weil die Software jedoch nicht den erforderlichen Nutzen brachte, beendete die BA das Projekt.

Das Ziel von ROBASO war es, den Mitarbeitern der BA das Arbeiten ohne Doppeleingaben und Programmwechsel zu ermöglichen und damit zu vereinfachen. Nach fünf Jahren Entwicklungszeit für die IT-Plattform begann im Jahr 2015 die Pilotierung in der die Software getestet wurde. Im praktischen Einsatz zeigte sich, dass die Software zu wenig flexibel war, um die Komplexität der "Kundenanliegen" abzubilden. Da eine wirtschaftliche Behebung der Defizite nicht möglich war und auch zu viel zeit in Anspruch genommen hätte, wurde das Projekt nun eingestampft. Bis heute hat die Bundesbehörde insgesamt 60 Millionen Euro in die nutzlose Software-Plattform investiert.

Obwohl die Bundesagentur zwischen 2011 und 2016 auch andere Softwareprojekte durchführte, die ein Gesamtvolumen von rund 4,5 Milliarden Euro hatten, unterschätzten die Verantwortlichen wohl den Testaufwand und begannen viel zu spät mit der Überprüfung der Funktionen. Aber die BA gelobt Besserung und schreibt: "Zwischenzeitlich wurden Vorkehrungen getroffen, damit sich ein solcher Projektabbruch nicht wiederholt: Die Entwicklung neuer Software erfolgt in überschaubaren Stufen mit begleitenden Anwendertests in der Praxis. Großprojekte werden während der Projektlaufzeit regelmäßig extern auditiert, um das Riskomanagement zu überprüfen."

Um andere teure Fehler zu verhindern, werden aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse alle anderen laufenden IT-Projekte überprüft. 

 

Das unveränderte Bild stammt von der Bundesagentur für Arbeit, die alle Rechte daran besitzt.

Der BdSt meint

Hätte sich die Bundesagentur für Arbeit an die gängigen Standard in der Softwareentwicklung gehalten, wäre dieser teure Fehler vermeidbar gewesen. Das darf sich nicht wiederholen!

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Autor des Artikel

Daniel Junker

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