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525.000 € für Computerspiele

Steuerzahler subventioniert jedes Jahr den Computerspielpreis

Unsere Kritik

525.000 € für Computerspiele

Bundesverkehrsministerium: Das Verkehrsressort ist nicht nur für Ausbau und Erhalt der Verkehrsinfrastruktur zuständig, sondern auch für die Digitalisierung. Seit 2014 bezuschusst es den Deutschen Computerspielpreis, der als Förderpreis für die Computerspielewirtschaft initiiert wurde. Aus anfänglich 250.000 Euro sind inzwischen 525.000 Euro Staatsbeihilfe geworden. Die Förderung wurde inzwischen auch auf die Stiftung Digitale Spielekultur erweitert, in deren Beirat neben den Branchenverbänden unter anderen auch das Verkehrsministerium, das Familienministerium, die Kulturbeauftragte der Bundesregierung sowie die Bundeszentrale für politische Bildung sitzen.

Mit Blick auf den Deutschen Computerspielpreis müssen die Preisgelder „vollständig für die Entwicklung weiterer qualitativ hochwertiger Spiele verwendet werden“, so das Ministerium. Dabei wollte das Verkehrsressort für 2017 sogar noch mehr Steuergeld herausschlagen – so forderte es vom Bundestag nicht nur die Bewilligung von 950.000 Euro, sondern auch, dass sich die Wirtschaft nur „angemessen“ an der Finanzierung beteiligen solle. Der Eigenanteil der umsatzstarken Computerspielewirtschaft soll nach dem Willen des Ministeriums zurückgeschraubt werden und stattdessen der Steuerzahler einspringen.

Doch dies ging auch dem Bundestag zu weit. Er beließ es beim bisherigen Fördervolumen von 525.000 Euro und fordert – wie in den Jahren zuvor – eine mindestens 50-prozentige Beteiligung der Wirtschaft. Diese 50/50-Finanzierung gab es tatsächlich in den Jahren 2014 und 2015. Doch 2016 schaffte das Ministerium andere Fakten, denn der Finanzierungsanteil des Bundes für die Preisgelder lag im vergangenen Jahr bei 59 Prozent, der Anteil der Branchenverbände bei nur 41. Und dies, obwohl ursprünglich „mindestens“ die Hälfte durch die Wirtschaft finanziert werden soll und nicht vom Steuerzahler – unterm Strich also eine völlig verdrehte Interpretation der Haushaltsvorschrift durch das Ministerium.

Eine Steuerfinanzierung des Computerspielpreises ist unnötig – gleich in welcher Höhe. Der Preis war ursprünglich dazu gedacht, um die junge Game-Industrie in ihrer Entwicklung zu unterstützen. Doch der Markt boomt seit Jahren, die Branche kann mit ihren Milliarden-Umsätzen den Computerspielpreis problemlos allein finanzieren. Wenn die Politik bei der qualitativen Bewertung von Computerspielen mitmischen will, dann im ideellen Sinne – im Rahmen einer Schirmherrschaft.

Bild: 241363_original_R_K_B_by_Stephanie Hofschlaeger_pixelio.de

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Autor des Artikel

Sebastian Panknin

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