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Flughafen BER – 10 Jahre Chaos

Ein bitteres Fazit für die Steuerzahler.

Aktuelle Entwicklung

BER - Desaster ohne Ende

Statt eines baldigen Eröffnungstermins gibt es immer wieder schlechte Neuigkeiten vom unvollendeten Hauptstadtflughafen BER: 2.000 Tage nach dem geplanten Eröffnungstermin waren erneut „wesentliche Mängel“ bekannt geworden. Die Lage auf der Baustelle war dramatischer als bis dahin bekannt. Wieder machte die Brandschutzanlage Schwierigkeiten.

Es stellt sich die Frage: Bekommen die Verantwortlichen die Probleme jemals in den Griff? Bisher macht der Flughafen vor allem Schlagzeilen durch Pleiten, Pech und Pannen. Der zuletzt genannte Eröffnungstermin im Frühjahr oder Herbst 2020 steht möglicherweise wieder auf der Kippe. Klar ist nur: Die Politik hat sich mit dem Flughafen-Projekt in jeder Hinsicht verhoben! Für den BdSt bleibt es dabei: Der BER braucht endlich einen belastbaren Masterplan und einen knallharten Chefaufseher – keinen Politiker!

Seit dem verpatzten Eröffnungstermin im Juni 2012 kostet der fluglahme Airport die Bürger mehr als eine Million Euro pro Tag – allein durch laufende Betriebskosten und entgangene Einnahmen. Fehlplanung, mangelhafte Koordination und Korruption sind schuld daran, dass die Kosten für den Flughafenbau am Standort Schönefeld von ursprünglich geplanten 2,4 Mrd. Euro auf die Rekordsumme von bislang rund 6,6 Mrd. angestiegen sind. Nach letzten Berichten könnten die Kosten für den Airport sogar deutlich die 7-Milliarden-Euro-Marke knacken.

Jetzt kommen neue Peinlichkeiten hinzu. Teile der bereits eingebauten Technik müssen wegen Altersschwäche getauscht werden. 750 Monitore für die Fluggastinformation haben nach sechs Jahren Laufzeit im leeren Flughafen ihr Lebensende erreicht und werden entsorgt. Kostenpunkt für den Austausch laut Medienberichten: rund 500.000 Euro. Der BER wird nicht nur von Tag zu Tag teurer für den Steuerzahler. Er bleibt auch der peinlichste Flughafen der Republik.

Was ist passiert

Flughafen BER – 10 Jahre Chaos

Vor 10 Jahren, am 5. September 2006, erfolgte der Spatenstich für den Großflughafen Berlin Brandenburg. Grund zum Feiern – gibt es keinen! Ein Fazit.

Berlin/Brandenburg/Bund. 10 Jahre Pleiten, Pech und Pannen: Die Eröffnung des Flughafens Berlin Brandenburg (BER) ist immer noch nicht in Sicht. Der Bund der Steuerzahler zieht zum 10. Jahrestag des BER-Spatenstichs ein desaströses Fazit. Seit dem 5. September 2006 wird an dem Mammut-Projekt mehr oder weniger mit Plan gebaut und das Geld der Bürger in den Sand gesetzt. Der Bau-Skandal in Zahlen: Seit dem verpatzten Eröffnungstermin im Juni 2012 – der ursprünglich angesetzte Eröffnungstermin im Jahr 2011 war also bereits verstrichen – kostet der fluglahme Airport die Bürger mehr als eine Million Euro pro Tag – allein durch laufende Betriebskosten und entgangene Einnahmen. Fehlplanung, mangelhafte Koordination und Korruption sind schuld daran, dass die Kosten für den Flughafenbau am Standort Schönefeld von ursprünglich geplanten 2,4 Mrd. Euro auf die Rekordsumme von bislang rund 6,6 Mrd. angestiegen sind. Aufgrund dieser Entwicklung wird der BER seinen enormen Preis niemals über Erträge wieder einfliegen können. Kosten und Nutzen klaffen so eklatant auseinander, dass der Hauptstadtflughafen unterm Strich ein dauerhaftes Minusgeschäft für die Steuerzahler sein wird.

Schuld daran trägt auch der Aufsichtsrat, der über all die Skandal-Jahre hinweg viel zu politisch besetzt ist. Für den BdSt ist es nicht akzeptabel, dass Regierungsmitglieder statt ausgewiesener Fachexperten mit Branchenkenntnissen diesen Mammutbau kon­trollieren. In der Vergangenheit konnten die Geschäftsführer schalten und walten, ohne dass der Aufsichtsrat vertiefte Einblicke in die sich häufenden Probleme des Flughafenbaus erlangt hat. Doch auch im Jahr 2015 flossen noch Bezüge an ehemalige Geschäftsführer in Höhe von 1,9 Mio. Euro,  für Pensionen folgen aus der klammen Kasse der Flughafengesellschaft in den kommenden Jahren weitere 5,6 Mio Euro.

Bild: Alexander Kraus, BdSt

Der Bund der Steuerzahler stellt fest

 

Die Politik hat sich mit dem Flughafen-Projekt in jeder Hinsicht verhoben! Ob der Flughafen – wie derzeit geplant – Ende 2017 eröffnet wird, ist mehr als fraglich. Klar ist aber, dass seine Abfertigungskapazitäten schon dann zu gering sein werden. Für den BdSt bleibt es dabei: Der BER braucht einen knallharten Chefaufseher – und zwar keinen Politiker!

Grund der Verschwendung

Alternative Investitionen

6,4 Milliarden Euro investierte die Bundesregierung 2015 in das deutschlandweite Autobahn- und Bundesstraßennetz. Allein der BER wird mit 6,6 Mrd. Euro teurer.

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Autor des Artikel

Sebastian Panknin

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