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Turm im Remstal wird nicht gebaut

Bund der Steuerzahler warnte vor Verschwendung – Turm wird nicht gebaut

Was ist passiert

Turm im Remstal wird nicht gebaut

Im Schwarzbuch 2015 hatte der Bund der Steuerzahler vor drohender Verschwendung in Weinstadt gewarnt. Im Zusammenhang mit der Gartenschau im Jahr 2019 wollte man einen Turm bauen. Jetzt hat sich die Stadt dagegen entschieden.

Weinstadt. Die Stadt Weinstadt plante zunächst bei der Burgruine Kappelberg einen Holzturm zu bauen. An diesem bekannten Aussichtspunkt im Remstal befand sich bereits im 11. Jahrhundert eine Burg. Auf den Grundmauern der Ruine sollte eine begehbare Aussichtsplattform gebaut werden. Zusätzlich sollte ein 14 Meter hoher Turm errichtet werden, der aber selbst nicht begehbar sein sollte. Die geschätzten Gesamtkosten für das Projekt beliefen sich im Jahr 2015 auf circa 320.000 Euro, wovon Kosten von rund 85.000 Euro auf den eigentlichen Turm entfallen sollten. Der Bund der Steuerzahler meinte damals, dass – bei aller Liebe zur lokalen Geschichte – auf einen Turm, der einfach nur so dasteht, auch verzichtet werden könnte.

Die Planungen für die Gestaltung des Aussichtspunkts inklusive Turmbau gingen indes weiter. Es wurde ein neuer Entwurf präsentiert, der aber nun nicht mehr nur einen Holzturm, sondern sogar einen Glockenturm vorsah. Die überarbeitete Variante lag zunächst bei Gesamtkosten von knapp über 1 Million Euro, wovon 170.000 Euro auf den Glockenturm entfielen. Der Gemeinderat beauftragte die Verwaltung, Einsparpotenziale zu finden. Unter Berücksichtigung diverser Einsparungen landete man bei geplanten rund 813.000 Euro für das gesamte Projekt und einem Anteil von rund 143.000 Euro allein für den Turm. Man rechnete mit Fördermitteln und Spenden von mehr als 400.000 Euro.

Der Bund der Steuerzahler hatte Wind von den neuen Planungen bekommen und sich an die Stadt gewandt. Im Juli 2017 traf der Gemeinderat in Weinstadt schließlich eine Entscheidung und lehnte die Pläne für einen Turmbau sowie für die Aussichtsplattform ab. Beschlossen wurde bislang nur die Sanierung des Mauerwerks für 115.000 Euro. 

Der Bund der Steuerzahler meint

Der Bund der Steuerzahler begrüßt die Entscheidung des Gemeinderats in Weinstadt. Eine verschuldete Kommune sollte nicht einen sechsstelligen Betrag in einen Aussichtspunkt mit einem Turm investieren. Auch wenn ein beträchtlicher Teil nicht aus der eigenen Kasse gekommen wäre. 

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Autor des Artikel

Michael Beyer

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